Das Repräsentantenhaus soll über eine Maßnahme zur Blockierung der US-Hilfe für Israel abstimmen

Die Demokraten im Repräsentantenhaus sind sich uneinig darüber, wie sie über einen Änderungsantrag abstimmen sollen, der die US-Hilfe für Israel blockieren würde. Der Minderheitsführer Hakeem Jeffries lehnt die Maßnahme ab, erzwingt jedoch keine parteipolitische Abstimmung.
Das Repräsentantenhaus soll diese Woche über einen Änderungsantrag des Abgeordneten Thomas Massie (R-Ky.) abstimmen, der es verbieten würde, jegliche Mittel des Außenministeriums an Israel zu fließen. Die Maßnahme hat unter den Demokraten eine Debatte über die Zukunft der US-Hilfe für das Land ausgelöst.
Der Minderheitsführer im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries (D-N.Y.), gab am Dienstag bekannt, dass er gegen den Änderungsantrag stimmen werde. In einem Brief an Kollegen schrieb Jeffries, dass der Vorschlag zu weit gefasst sei und die Finanzierung der humanitären Hilfe, der Neuansiedlung von Flüchtlingen und der Operationen der US-Botschaft einschränken würde. Er warnte, dass dies auch die Fähigkeit zur Konfrontation mit Gruppen wie Hamas und Hisbollah einschränken würde.
Die demokratische Führung peitscht die Abstimmung nicht aus und überlässt es den Mitgliedern, individuell zu entscheiden. Dies hat zu einer Spaltung innerhalb der Fraktion geführt. Einige Gesetzgeber betrachten die Abstimmung als eine Möglichkeit, Widerstand gegen die Netanjahu-Regierung zu signalisieren, ohne tatsächlich die Hilfe zu kürzen.
„Für mich ist es eher ein Signal, dass sich etwas ändern muss“, sagte ein Demokrat im Repräsentantenhaus, der anonym bleiben wollte. Der Gesetzgeber prognostizierte, dass mindestens 40 Kollegen für die Maßnahme stimmen würden.
Der Vorsitzende des Progressive Caucus, Greg Casar (D-Texas), bestätigte, dass er den Änderungsantrag unterstützen will. Er sagte, ein „Ja“-Votum sei ein klares Signal dafür, dass die Maßnahmen der Netanyahu-Regierung inakzeptabel seien.
Umgekehrt lobten die Demokraten der Mitte Jeffries dafür, dass er sich der Maßnahme widersetzte. Der Abgeordnete Josh Gottheimer (D-N.J.) sagte, die Entscheidung stelle die nationale Sicherheit über die Politik. Der Abgeordnete Richard Neal (D-Mass.) bezeichnete Jeffries‘ Haltung als mutig.
Aufgrund der einheitlichen Unterstützung der Republikaner für Israel ist es unwahrscheinlich, dass der Änderungsantrag im Repräsentantenhaus angenommen wird. Die Chancen im Senat sind sogar noch größer. Viele Demokraten betrachten die Abstimmung als eine symbolische Geste, die von der republikanischen Führung erzwungen wurde.
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Was bewirkt die Novelle eigentlich?
Es verhindert, dass sämtliche Mittel des Außenministeriums nach Israel fließen. Für militärische oder humanitäre Hilfe gibt es keine Ausnahmen.
Warum zwingt die demokratische Führung ihre Mitglieder nicht, mit „Nein“ zu stimmen?
Hakeem Jeffries entschied sich, die Abstimmung nicht zu peitschen. Dies ermöglicht es den Gesetzgebern, ihr Gewissen über ein heikles Thema abzustimmen, bei dem die Fraktion gespalten ist.
Wird diese Änderung voraussichtlich zum Gesetz?
Nein. Es hat kaum eine Chance, das Repräsentantenhaus zu passieren, weil die Republikaner Israel unterstützen, und es würde wahrscheinlich im Senat scheitern.
Warum stimmen einige Demokraten mit „Ja“, wenn sie wissen, dass es scheitern wird?
Viele sehen darin eine symbolische Möglichkeit, ihren Unmut über die Netanyahu-Regierung zu signalisieren. Sie wollen zeigen, dass sich die aktuelle Politik ändern muss.
Wie ist die Haltung der Republikaner zu dieser Abstimmung?
Die Republikaner unterstützen Israel weitgehend und werden voraussichtlich gegen den Änderungsantrag stimmen. Einige Demokraten glauben, dass die GOP-Führer die Abstimmung zur Spaltung der Demokraten herbeigeführt haben.
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